Mammon machte die Bekanntschaft von Glamour und Talent. Beim Filmball der Zelluloidgrößen und kreativen wie sportiven und politischen Superlative, die im Mittelpunkt wie im Background arbeiten, ging es beim Jahres-Opening hoch her. Das illustre Meeting von Film, Wirtschaft, Politik und Sport traf auch diesmal den Nerv der Zeit. Der sensitive Drahtseilakt zwischen Moderne und Tradition findet im Filmball alljährlich seine Entsprechung. Bewährtes wird mit Innovativem konfrontiert. Die einstigen Größen des Showbiz Romy Schneider, Curd Jürgens und Roger Moore legten den Grundstein für den heute noch beliebten wie stark frequentierten Filmball. Promis aus dem Entertainment waren auch diesmal vertreten und amüsierten sich königlich wie entspannt.
Cineasten und wichtige Vertreter des mentalen Genres waren ebenfalls begeistert. Das Ergebnis: ein kunterbunter Cocktail aus Persönlichkeiten, die der gleichen Sprache mächtig waren. Man führte kultivierten Small Talk genauso wie tiefergehende Gespräche zum aktuellen Zeitgeschehen, flanierte durch die schicke Roben-Szenerie und probierte kulinarische Köstlichkeiten. Ab und zu traute man sich auch, persönliche Befindlichkeiten zu äußern, und schwankte dabei zwischen brisant, pikant oder einfach umwerfend. Mundpropaganda ist schon was Feines. Das ist bei den Stars nicht anders.
Die Red-Carpet-Liga zeigte sich dabei durchaus leger. Selbstredend geizte man auch nicht mit Reizen, und so manches Sternchen gab sich reichlich offenherzig. Ausgeschiedene DSDS- Teilnehmerinnen versuchten, auf dem roten Teppich doch noch zu punkten, und waren tiefergelegten Zonen nicht abgeneigt. Doch solide Promis erfrischten die frivolen Sidesteps der gigantischen Winter-Ends-Party. Natürlich stand auch die Vernetzung von Kontakten und länger nicht getroffenen Freunden, für die man ein Küsschen oder zwei übrig hatte, auf dem Programm. Der blitzlichtumwitterte Martin Krug zeigte sich als Dauerbrenner in Sachen Beziehungsliebe und turtelte mit seiner Ex-Ex-Freundin Verena Kerth wie frisch verliebt.
Zahnpastalächeln, Kommunikationsflow und schillernde Kontaktbörse – das sind die Säulen des berühmten Filmballs. Dresscodemäßig legte man die Karten auf den Tisch. Nonchalant-elegant war obligatorisch. Das große Los zogen dennoch auch diesmal die Damen mit ihren exklusiven Abendkleidern mit raffinierten Dekolletierungen. Legenden wie Uschi Glas belebten die Auszeit vom Set, Edmund und Karin Stoiber präsentierten sich politisch korrekt auf der Tanzfläche. Katja Riemann und Sebastian Koch flirteten in der Kuschel-Zone. Newcomer des Events war der „New Faces“-Award. Regisseurin Feo Aladag, der Schauspieler Friedrich Mücke, die Schauspielerin Miriam Stein sowie das kreative Produzentenduo Manuel und Alexander Bickenbach kamen in den Genuss der begehrten Trophäe. In den frühen Morgenstunden war Happy End angesagt. Doch wenn hier der Vorhang fällt, ist es mit der bayerischen Schickeria noch lange nicht vorbei.
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