Wer muss schon nach New York, Paris oder London zur Fashion Week fliegen, wenn in Nürnberg die Trends gezeigt werden? Die Modeschulen Nürnberg zeigten unter dem Motto „Watch, Wonder, Wear“ ihre Abschlussarbeiten bei einer Modenschau im Gemeinschaftshaus Langwasser. Die Vorstellung war perfekt inszeniert, vom Licht über das Bühnenbild bis hin zur Choreographie war alles stimmig, es hätte ebenso eine Schau von Karl Lagerfeld oder Michalsky sein können. Die gezeigten Modelle waren sehr vielfältig und zwischen jedem Thema veranschaulichten die Schüler und Schülerinnen anhand eines roten Stoffes, der sinnbildlich für den roten Faden der Show stand, wie der Faden zum Band, das Band zum Tuch wird und aus dem Tuch schließlich das Kleid entsteht. Die Bekleidungstechnikerinnen präsentierten die vier Labels „ùnica“, „PURE“, „MIG“ und „Vielfalt“, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Während „ùnica“ sich an der sportlich-auffälligen Marke Dsquared2 der Brüder Dean und Dan orientierte und verschiedene Muster- und Stilmixe zuließ, überzeugte „MIG“, ausgeschrieben Made in Germany, mit sportlich-legerer Männlichkeit.
Das Label „PURE“ bestach durch Klarheit in Farbwahl und Form. Sanfte Beige- und Cremetöne paarten sich mit dezentem Rot oder Orange. Besonderen Applaus erntete die Stand- und Abendmode des Labels „Vielfalt“. Inspiriert von der Plisseefirma Plitex veredelten die Schülerinnen ihre schönen, individuellen Roben mit plissierten Elementen. Bei den Änderungsschneidern drehte sich alles um das Thema „Jeans“. Es galt aus einer alten Jeans etwas völlig Neues entstehen zu lassen. Ob Rock, Jacke oder Kleid, die 15 fleißigen Schneiderlein ließen sich für den Laufsteg einiges einfallen. Ein besonderes Bühnenspektakel boten die Modeschneider mit ihren Facharbeitsmodellen. Sie gliederten sich in drei Gruppen unter den Mottos „Morgens“, „Mittags“ und „Abends“. Jede Gruppe überlegte sich mühevoll ihre eigene Inszenierung, die fast einem kleinen Theaterstück glich. Die Morgengruppe verwandelte sich in eine Reihe aus Schülern und die Mittagsgruppe trank Coffee to go.
Doch dann wurde die harmonische Stimmung plötzlich unterbrochen von einer Horde angsteinflößender, schwarz gekleideter Gestalten – der Abendgruppe. Eine Kollektion, geprägt von Gothic- und Horrorfilmelementen, die dem Publikum das Schaudern lehrte. Doch nicht nur aktuelle Mode wurde thematisiert, die Bekleidungstechnischen Assistenten zeigten unter dem Motto „Lust auf Liszt“ eine Neuinterpretation der Kleidung und des Stils der Romantik. Die edlen Roben mit viel Tüll, Volants und liebevollen Akzenten wurden durch passende Perücken perfektioniert. Beim Anblick der Models fühlte man sich gleich ein paar hundert Jahre zurückversetzt. Die ganze Aufmachung der Modenschau war sehr gut durchdacht und organisiert. Hand in Hand arbeitete man an dem Gesamtkonzept, die Friseure der B5 frisierten die Models und die Floristen schmückten das Gemeinschaftshaus in passenden Farben.
Wer sich in ein Designerstück auf dem Laufsteg verliebte, konnte das am Tag der offenen Tür der Modeschulen B5 erstehen. Und im Gegensatz zur Fashion Week wurde nur der Materialpreis verlangt, also nicht nur ein handgefertigtes Einzelstück, sondern auch noch ein richtiges Schnäppchen.
Das Autohaus Maass in Schwabach spielt neue Töne
Was ist noch aufregender als eine Luxuslimousin
Angesagte Locations für Youngsters gibt es im Nürnberger Nachtleben genug.

Diese Webseite wurde am 01.05.2011 erstellt und ist ausschliesslich für den repräsentativen Zweck des Aha Magazins gestaltet.
Alle Bilder, Texte, Musik und Videos sind Eigentum der Aha-/Meins-Group.